AllgemeinUmfrage

Floristen setzen starke Signale für die Wertschätzung guter Floristik und den Blumenfachhandel

 Überwiegend sehr positiv bewerteten die Blumenfachgeschäfte in Bayern ihre Umsätze um den Muttertag 2020. In der (nicht repräsentativen) Blitzumfrage unter FDF-Mitgliedern bestätigten viele Floristen entsprechend eine sehr rege Kundenfrequenz schon in den Tagen zuvor sowie insbesondere am Samstag und direkt am Muttertag. Rund 80% der Befragten freuten sich über eine Steigerung zum Vorjahr und nur 2% der an der Umfrage beteiligten Floristen beklagten einen rückläufigen Umsatz an Muttertag. Im Durchschnitt steigerte sich der Umsatz an Muttertag 2020 laut Umfrage
des FDF um ca. 30%.

Einige Floristen gaben an, dass er in Teilen kaum zu bewältigen war – so stark war die Nachfrage nach Floralem in den Blumengeschäften; parallel zu eingehenden Lieferaufträgen über eigene Webshops und der Vielzahl an Fleurop-Aufträgen. Die so generierten positiven Geschäfts-Ergebnisse tragen so etwas dazu bei, die rückläufigen Umsätze während der Corona-Schließungen etwas aufzufangen. Dennoch bleibt bei vielen bayerischen Geschäften beim Vergleich der Monate März bis Muttertag ein Umsatzminus von ca. 60%.

Als klare Favoriten in der Kunden-Gunst erwiesen sich, wie erwartet, Schnittblumen und Sträuße in allen Variationen zum Muttertag. Sie waren mit 98% die absoluten Top-Seller an diesem Familientag. Für das blumige Muttertags-Präsent war die Ausgabebereitschaft der Kunden in den Blumengeschäften relativ gut! Knapp zwei Drittel der befragten Floristen gaben an, dass im Durchschnitt rund 20 – 30€ für einen Blumenstrauß ausgegeben wurden. Fast jeder vierte Strauß lag sogar noch darüber im Preissegment bis 40€. Viele Floristen bestätigten eine hohe Nachfrage an Fertigsträußen, die in entsprechender Anzahl auch angeboten wurden. Sicher die beste Maßnahme, um einen relativ „schnellen“ Einkauf pro Kunde zu gewährleisten. Der Organisations- und Planungsaufwand im Vorfeld war eine große Herausforderung für die Blumengeschäfte. Durch die strengen gesetzlichen Auflagen empfanden ca. 75% der Befragten die Umsetzung der Vorgaben als aufwändig bzw. sehr aufwändig. Dies zeigt jedoch auch, welch großes Leistungspotential in den Floristinnen und Floristen in Bayern steckt, dass diese Situation so hervorragend gemeistert wurde.

Möchte man dem Lockdown etwas Positives abgewinnen, so vielleicht die Tatsache, dass mittlerweile 43% der Betriebe einen Webshop betreiben, und weitere 7% dies in nächster Zeit verwirklichen möchten.

Jeder fünfte Befragte gab an, dass er noch mehr Schnittblumen am Sonntag hätte verkaufen können, jedoch war die Versorgung durch den Großhandel nicht mehr möglich. Vielleicht ein Hinweis dafür, dass auch der Großhandel in dieser außergewöhnlichen Situation beim Einkauf etwas vorsichtiger agierte.

Mit Blick auf zukünftige Entwicklungen der Branche gab etwa die Hälfte der Befragten an, dass sie den weiteren Verlauf der Krise als bedrohlich ansehe. Dagegen betrachten 43% die künftige Situation als nicht bedrohlich. Trotzdem haben sehr viele Geschäfte insbesondere während des Lockdowns Kurzarbeit, Soforthilfe oder sogar beides beantragen müssen. Dabei haben ca. 85% bereits Mittel der Soforthilfe komplett, oder zumindest teilweise schon erhalten.

Die Ergebnisse der Umfrage sind ein Beweis für die florale Kompetenz der Branche und die hohe Emotionalität der Blume, gerade in Zeiten von social distancing, und stärkt somit die Wertschätzung für das florale Handwerk und den Berufsstand.